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Finanzkrisen und Börsencrashs lassen das Bedürfnis von Sparern nach sicheren Finanzprodukten wachsen. Viele Sparer möchten schwer verdientes Geld nicht mehr an den Börsen dieser Welt anlegen und mit dem Risiko von fallenden Kursen und totalem Kapitalverlust leben müssen. Hierfür würde ein Großteil der Anleger auch weitaus geringere Zinsen in Kauf nehmen. Und tatsächlich bieten sichere, festverzinste Geldanlagen dem Sparer nur wenig Rendite. Insbesondere bedingt durch die Eurokrise geht der aktuelle Trend derzeit zu immer weiter sinkenden Kreditzinsen, was automatisch zu fallenden Guthabenszinsen (z.B. für ein Sparbuch oder Tagesgeldkonto) führt. Dafür bietet eine Geldanlage mit festen Zinsen aber auch Vorteile. Die Sicherheit macht diese Geldanlagen immens gut planbar. Denn man kann mit den Zinsen bereits bei Einzahlung des Anlagebetrages rechnen. Des Weiteren haben diese Geldanlagen den Vorteil, dass Sie (bis auf Lebens- und Rentenversicherungen) ohne hohe Kosten kündbar sind. Das ermöglicht dem Sparer Flexibilität. Nachfolgend erhalten Sie eine Übersicht gängiger Geldanlagen mit hundertprozentigem Kapitalerhalt.

Renten- und Lebensversicherungen

Diese Verträge gehören mit zu den sichersten und beliebtesten Geldanlagen deutscher Sparer. Eigentlich unverständlich. Denn Sie bieten lediglich einen Zinssatz von 1,75% abzüglich Kosten für Versicherungsmakler und Verwaltung. Unter dem Strich bleiben dem Sparer oft weniger als 1% Zinsen auf das eingezahlte Kapital. Diese sind dann aber garantiert. Hinzu kommt, dass der Ausstieg aus solch einem Vertrag äußerst schwer ist und oftmals mit weiteren Kosten verbunden ist. Im schlimmsten Fall bewirkt die Kündigung einen enormen Kapitalverlust. Diese kapitalbildenden Versicherungen sind also nur geeignet für Sparer mit klarer Lebensplanung, die nicht mehr aus dem Vertrag aussteigen müssen, wenn er erst einmal unterschrieben ist. Denn nur wer bis zum Vertragsende seine Beiträge zahlt, für den rentiert sich eine Rentenversicherung oder Lebensversicherung (siehe auch: http://www.privatealtersvorsorge.net/geldanlage_sicher.html).

Tagesgeldkonto

Tagesgeld gehört zu den derzeit flexibelsten Geldanlagen. Man kann jederzeit an sein Geld heran und bei den meisten Banken ist auch kein Mindestanlagebetrag festgesetzt. Die Zinsen für Tagesgeld liegen derzeit (10/2012) zwischen 1% und 2,5% für bedingungslose Konten. Aber hier können die Zinsen schwanken. Diese werden von Zeit zu Zeit an den Marktzins angepasst. Es gibt hier also keine Zinsgarantie. Bieten Anbieter höhere Zinsen, dann muss der Sparer meist Bedingungen erfüllen (wie Mindestgeldeingang) oder die Zinsen gelten nur bis zu einem Maximalbetrag. Die Kosten für Tagesgeldkonten sind gering und belaufen sich auf nur wenige Euro jährlich. Somit bietet ein Tagesgeldkonto eine gute Alternative zu einer kapitalbildenden Versicherung, denn es bietet den gleichen Zins bei mehr Flexibilität und geringeren Kosten (siehe auch: http://www.online-kredit-hilfe.de/tagesgeldkonto.php).

Sparbuch

Das Sparbuch gehört zu den konventionellen Sparanlagen. Es kostet wenige Euro pro Jahr, aber es bietet mit Abstand am wenigsten Zinsen von allen Sparprodukten. Derzeit sind Zinssätze von unter 0,5% üblich. Das macht ein Sparbuch zu einer unattraktiven Geldanlage. Aus Sicherheitsaspekten ist es quasi vergleichbar mit Tagesgeld oder Festgeld. Ein Minus ist ausgeschlossen (siehe auch: https://www.test.de/Sparzinsen-Doppelt-so-viel-Zins-4452995-0/).

Festgeld

Hier legt man einen bestimmten Geldbetrag für eine vorher fest definierte Anlagedauer fest. Während dieser Anlagedauer kommt man nur an sein Geld, wenn man das Festgeldkonto kündigt. Die Kündigung kostet eine Gebühr von 25,- bis 100,- Euro (je nach Anbieter). Aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit des Geldes sind die Kapitalzinsen hier leicht höher, als bei vergleichbaren Anlageprodukten wie z.B. dem Tagesgeld. Auch hier gilt: Verluste sind ausgeschlossen. Die Bank garantiert dem Anleger den Kapitalerhalt plus vereinbarte Zinsen.